Hautschutz mit Dexpanthenol: Bewährt bei Windeldermatitis
Eine Wund- und Heilsalbe mit Dexpanthenol kann das Auftreten von Windeldermatitis bei Frühgeborenen und Neugeborenen verringern und zugleich bestehende Hautirritationen wirksam lindern. Dies belegt eine klinische Studie (Putet et al., 2001) und eine Online-Befragung (doi: 10.1002/hsr2.1033), in der 85 % der Pflegenden die Salbe positiv bewerteten.
Häufig, aber vermeidbar: Windeldermatitis bei Säuglingen
Windeldermatitis zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen in der frühen Lebensphase. Sie tritt meist am Gesäß oder im Bereich des Damms auf und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Ursachen sind in der Regel Faktoren wie Okklusion durch die Windel, Reibung oder ein längerer Kontakt der empfindlichen Haut mit Urin und Stuhl. Die geschädigte Hautbarriere kann dadurch gereizt oder entzündet reagieren.
Zentral für die Behandlung ist eine konsequente Pflege mit geeigneten lokalen Präparaten. Dabei gilt es zu beachten, dass eine beeinträchtigte Hautbarriere die kutane Absorption erhöht und somit das Risiko für allergische Reaktionen steigen kann. Pflegende sollten daher auf Produkte verzichten, die Parfüm oder Konservierungsmittel enthalten.
Bewährte Pflege mit Dexpanthenol
Seit über vier Jahrzehnten ist die Bepanthen® Wund- und Heilsalbe ein etabliertes Mittel zur Prävention und Behandlung von Windeldermatitis. Die Salbe enthält 5 % Dexpanthenol, ist frei von Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen und gilt als besonders gut verträglich. Dexpanthenol wird in der Haut zu Pantothensäure (Vitamin B5) umgewandelt, einem essenziellen Bestandteil für die Regeneration von Haut und Schleimhäuten.
Prävention: Weniger Entzündungen bei Neugeborenen
Die präventive Wirksamkeit der Wund- und Heilsalbe wurde in einer offenen, vergleichenden Pilotstudie mit 54 Früh- und Neugeborenen untersucht – darunter zwölf Zwillingspaare. Die eine Hälfte der Kinder wurde regelmäßig mit der Dexpanthenol-haltigen Salbe (DCO) behandelt, die andere blieb unbehandelt und diente als Kontrollgruppe.
In der DCO-Gruppe trat Windeldermatitis bei 31 % der Kinder auf, während in der Kontrollgruppe 57 % betroffen waren. Besonders eindrucksvoll ist der Vergleich innerhalb der Zwillingspaare: Hier erkrankte mehr als die Hälfte der unbehandelten Zwillinge (58 %), während nur 17 % der Kinder, die mit der Dexpanthenol-Salbe gepflegt wurden, Symptome entwickelten. Das Ergebnis war statistisch signifikant. Die Forschenden folgerten daraus, dass Dexpanthenol-haltige Wund- und Heilsalben einen wirksamen Schutz vor Windeldermatitis bieten können.
Therapeutische Wirkung: Schnellere Heilung dank Dexpanthenol
Auch im therapeutischen Einsatz überzeugt die Dexpanthenol-Salbe. Eine weitere Untersuchung verglich ihre Wirksamkeit bei insgesamt 200 Hautläsionen von Neugeborenen mit Windeldermatitis sowie bei vesikulären und papulösen Erythemen und der Leiner-Moussous-Krankheit. Alle Kinder erhielten eine Basisbehandlung aus Hygienepflege und einer 1–2 %igen Eosinlösung.
Im offenen Teil der Studie bekamen 80 Kinder entweder nur die Basisversorgung (Gruppe 1) oder zusätzlich die Dexpanthenol-Salbe (Gruppe 2). Im doppelblinden Teil erhielten 120 Kinder entweder eine Salbe ohne Dexpanthenol (Gruppe 3) oder die Dexpanthenol-haltige Wund- und Heilsalbe (Gruppe 4).
Nach sieben Tagen lag die Heilungsrate in den Dexpanthenol-Gruppen 2 und 4 bei 66 %, im Vergleich zu 38 % bei den Kindern mit der Salbe ohne Wirkstoff und nur 22 % unter alleiniger Basisversorgung. Nach 21 Tagen zeigte sich auch bei der Rückfallrate ein deutlicher Unterschied: Unter Basisversorgung kam es bei 19 % der Kinder zu einer Verschlechterung, unter der Salbe ohne Dexpanthenol bei 9 % – doch nur 1 % der mit Dexpanthenol behandelten Kinder zeigten erneute Symptome.
Zufriedene Eltern bestätigen die Wirksamkeit
Auch Eltern und Betreuungspersonen äußern sich überwiegend positiv zur Dexpanthenol-haltigen Wund- und Heilsalbe. Eine 2023 in Frankreich publizierte retrospektive Beobachtungsstudie befragte 500 Betreuungspersonen von insgesamt 564 Säuglingen, die die Salbe in den vergangenen sechs Monaten zur Behandlung einer Windeldermatitis angewendet hatten.
Das Ergebnis: 80 % der Befragten beobachteten eine sichtbare Besserung der Haut nach der Anwendung. 83 % gaben an, dass sich die ersten Anzeichen einer Linderung bereits nach einem Tag zeigten, und bei 78 % war innerhalb von zwei Tagen eine vollständige Symptomfreiheit erreicht. Ebenso viele berichteten, dass der Rückgang der Beschwerden zu weniger Schlafstörungen bei den Säuglingen führte. Insgesamt bewerteten 85 % die Anwendung als angenehm und waren mit dem Produkt zufrieden.
Fazit: Hautschutz von Anfang an
Die Datenlage unterstreicht: Eine Dexpanthenol-haltige Wund- und Heilsalbe kann Windeldermatitis sowohl vorbeugen als auch therapieren. Sie kombiniert Schutz, Pflege und Regeneration in einem Produkt – und das seit mehr als 40 Jahren mit überzeugender Evidenz. Für Säuglinge und Neugeborene bedeutet dies: weniger Hautirritationen, schnellere Heilung und rundum gepflegte Haut.
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Quellen:
- Putet G et al. Réalités Pédiatriques 2001; 63: 33-38
- Peltier E et al. Health Sci Rep 2023; 6:e1033, doi: 10.1002/hsr2.1033
- Springer Medizin: Windeldermatitis: Evidenz für Wund- und Heilsalbe mit Dexpanthenol. 2025. https://www.springermedizin.de/windeldermatitis-evidenz-fuer-wund-und-heilsalbe/51790444 (abgerufen am 11.01.2026).
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