Schnellere Wundheilung nach Laserbehandlung

Narbe auf menschlicher Haut, Keloid am Ellenbogen.
© Adobe Stock

Nach Laserbehandlungen schützt eine Dexpanthenol-haltige Salbe vor Infektionen und Entzündungen, während sie die Heilung fördert – eine Studie belegt signifikante Vorteile gegenüber Vaseline bis Tag fünf, besonders in der Frühphase (Tag 1–5). Antioxidanzien und hoher LSF (mindestens 50+) ergänzen optimal, um die Haut zu sichern. Bei dunkleren Hauttypen kann kurzfristiges Cortison postinflammatorische Hyperpigmentierungen verhindern; Ärzte und Patient:innen bestätigen schnellere Abheilung, weshalb Leitlinien Dexpanthenol als Standard-Nachsorge empfehlen.

LASH-Prinzip: Sofortige Laserstimulation nach OP

Die LASH-Methode kombiniert mit Dexpanthenol eröffnet neue Wege in der postoperativen Hautregeneration. Eine Studie (doi: 10.1002/lsm.23731) belegt, wie eine spezielle Wund- und Heilsalbe die Effekte nicht ablativer Lasertherapien signifikant steigert. Dies bietet Dermatolog:innen und Patient:innen innovative Optionen für schnellere Heilung.

Laser-assisted skin healing (LASH) setzt unmittelbar nach einem Operationseingriff nicht ablative Laser wie Er:Glass- oder Diodenlaser ein, um den Heilungsprozess zu forcieren. Die Arbeitsgruppe von Professor Dr. Jens Malte Baron in Aachen untersuchte die zugrundeliegenden biologischen Wirkmechanismen an humanäquivalenten 3D-Hautmodellen. Die Erkenntnisse präsentierten sie im renommierten Journal Lasers in Surgery and Medicine.

Präzise Wundsimulation in vitro

Die Forschenden simulierten einen chirurgischen Eingriff, indem sie den 3D-Hautmodellen mit einem fraktionierten Er:YAG-Laser (Erbium:Yttrium-Aluminium-Granat) eine standardisierte Hautbarrierenverletzung zufügten. Direkt im Anschluss erfolgte die Nachbehandlung mit einem nicht ablativen Er:Glass-Laser oder einem 1550-nm-Diodenlaser. Bei Teilen der Modelle ergänzten sie die LASH-Behandlung durch Auftragen einer Dexpanthenol-haltigen Wund- und Heilsalbe, etwa Bepanthen®.

Schon die isolierte Laser-Nachbehandlung der standardisierten Verletzungen förderte histologisch den Wundverschluss in der frühen Heilungsphase. Das zusätzliche Dexpanthenol-haltige Topikum beschleunigte diesen Prozess weiter. Bereits 16 Stunden nach der Intervention zeigte sich in den kombiniert therapierten Modellen eine nahezu vollständige histologische Wundheilung.

Molekulare Belege: Gene und Immunmarker

Genexpressions- und Immunfluoreszenz-Analysen bestätigen die überlegenen Effekte der LASH-Kombination mit der Wund- und Heilsalbe. Er:Glass- oder Diodenlaser beeinflussten die Expression anti-inflammatorischer Gene positiv. Die nachfolgende Salbe intensivierte diese entzündungshemmenden Wirkungen der nicht ablaitven Lasertherapie nachhaltig.

Die nicht ablatven Laser beeinflussten zudem Gene, die Filaggrin-Expression sowie den intrazellulären Transport von Harnstoff und Glycerin regulieren. Dies stärkt die Hautbarriere, epidermale Differenzierung und die Aufnahme von Glycerin sowie Harnstoff. Die Dexpanthenol-haltige Salbe verstärkte diese Hochregulierung entscheidender epidermaler Differenzierungsmarker wie Filaggrin.

Expertenkommentar: Praktische Empfehlung

Baron kommentiert: „Die zusätzliche Nachbehandlung mit einem Dexpanthenol-haltigen Topikum fördert die positiven Eigenschaften der LASH-Methode auf die Wundheilung und verbessert ihre anti-entzündlichen Effekte.“ Er ergänzt: „Das Dexpanthenol-haltige Externum ist daher eine sinnvolle Erweiterung einer nicht ablativen fraktionierten Laserbehandlung zur Verbesserung der Narbenbildung nach einem chirurgischen Eingriff.“

Empfehlungen auch bei ablativen Laseranwendungen

Eine 2023 von der EADV (European Academy of Dermatology and Venereology) veröffentlichte Review (10.1111/jdv.18855) gibt praxisnahe Empfehlungen zur Vor- und Nachsorge bei ästhetischen Lasertherapien gegen Hautalterung, Narben, Tattoos oder Pigmentstörungen. Universell essenziell: Nach jedem Eingriff effektive Lichtschutzmittel anwenden, um Hyperpigmentierungen zu vermeiden. Bei ablativen fraktionierten Er:YAG- oder CO2-Laser-Resurfacing (z. B. bei Lichtschäden oder Narben) raten die Autor:innen zur unmittelbaren Nachbehandlung mit einer Dexpanthenol-haltigen Salbe wie Bepanthen® Wund- und Heilsalbe (5% Dexpanthenol): Zweimal täglich für fünf Tage. Eine Studie (10.1080/15569527.2019.1597879) belegt signifikant schnellere Wundheilung in der Frühphase und bessere kosmetische Ergebnisse im Vergleich zu Vaseline. Identische Anwendung gilt für die Nachsorge photodynamischer Therapie (PDT).

Quellen:
  • Springer Medizin: Wundheilung evidenzbasiert: Lasertherapien und ästhetische Behandlungen. 2024. https://www.springermedizin.de/springermedizin-de/wundheilung-evidenzbasiert/27646998 (abgerufen am 02.01.2026).
  • S2k-Leitlinie Lasertherapie der Haut, AWMF-Registernummer 013-095, 2022; verfügbar unter: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-095l_S2k_Lasertherapie-der-Haut_2022-03.pdf; (abgerufen am 02.01.2026).
  • Heise R et al. Cutan Ocul Toxicol 2019; 38: 274-78
  • Huth S et al. Laser Med Sci 2021; 37: 887-894
  • Marquardt Y et al. Laser Surg Med 2015; 47: 257-265
  • Riedemann HI et al. Poster (Nummer bitte ergänzen), 28. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie, 2022
  • Amici JM et al. Eur Acad Dermatol Venereol 2023; 37(Suppl. 3):16–33
  • Heise R et al. Cutan Ocul Toxicol 2019;38(3):274–278
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