Panthenol plus Ceramide: Moderne Topika reparieren die Hautbarriere bei Neurodermitis

Hände, die unter rissiger Haut und Hautrissen leiden
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Bei atopischer Dermatitis ist die Hautbarriere strukturell geschädigt – moderne Emulsionen mit Panthenol, Ceramiden und hautähnlich strukturierten Lipiden können diese Defizite gezielt beheben. Eine aktuelle Studie am 3D-Hautmodell belegt die überlegene Wirkung von Bepanthen® Sensiderm Creme bei der Barriereregeneration.

Basistherapie als Eckpfeiler der Neurodermitis-Behandlung

Die Leitlinien zur Therapie der atopischen Dermatitis betonen Emollenzien und das Vermeiden von Triggerfaktoren als Grundlage jeder Behandlung. „Die Präparate sollten regelmäßig und langfristig – auch in schubfreien Zeiten – angewendet werden“, empfiehlt Dr. Sebastian Huth aus Aachen. Eine regelmäßige Basistherapie kann zudem den Bedarf an topischen Steroiden spürbar einsparen.

SCORAD-Verbesserung durch Ceramid-haltige Spezialcremes

Studien zeigten, dass Ceramid-haltige Cremes den Scoring Atopic Dermatitis Index (SCORAD) und die Hautfeuchtation günstiger beeinflussen als Standardemulsionen (Koppes et al. 2016), empfindliche Haut effektiver regenerieren als Placebos (Norjiri et al. 2018) und unter Bepanthen® Sensiderm Creme einen signifikanten SCORAD-Rückgang bewirken (Stettler et al. 2016/2017).

Lipid-Lamellen-Technologie: Hautähnliche Struktur für besseren Einbau

Bepanthen® Sensiderm Creme ist ein Medizinprodukt für gerötete, juckende Haut mit gestörter Barrierefunktion. Die innovative Lipid-Lamellen-Technologie ordnet Ceramide und andere Lipide bereits vorab in hautähnlicher Anordnung an. Dadurch lagern sie sich optimal ins Stratum corneum ein und fördern die Barriere-Reparatur – wie Studien zu Ceramid-haltigen Produkten belegen.

Bahnbrechende Visualisierung

Dähnhardt-Pfeiffer et al. konnten erstmals mittels Freeze-Fracture-Transmissions-Elektronenmikroskopie (FF-TEM) die lamellare Lipidstruktur in Bepanthen® Sensiderm visualisieren. Proben wurden per Jetfreezing blitzschnell fixiert, bei -100°C gefriergebrochen und artefaktfrei untersucht. Die Aufnahmen offenbaren große lamellare Lipidareale und kleine Tröpfchen in hydrophiler Matrix – selbst in Tröpfchen erkennbare schichtartige Strukturen –, die der Architektur des gesunden Stratum corneum verblüffend ähneln. Dieser Durchbruch beweist: Die hautähnliche lamellare Organisation ermöglicht ein überlegenes, gleichmäßiges Einlagern der Lipide und revolutioniert so die Stabilisierung gestörter Hautbarrieren.

Panthenol: Zellproliferation, Antioxidans und Wundheilungs-Booster

Neben Ceramiden enthält Bepanthen® Sensiderm Creme Panthenol (Dexpanthenol), dessen heilungsfördernde Wirkung seit Langem bekannt ist. Bereits 2009 demonstrierte die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jens-Malte Baron in Zellkulturen einen signifikanten Einfluss von Dexpanthenol und Pantothenat auf die Proliferation humaner dermaler Fibroblasten und epidermaler Keratinozyten sowie einen antioxidativen Effekt auf Fibroblasten. 2015 wurde gezeigt, dass Dexpanthenol die Expression von Genen steigert, die in frühen Wundheilungsphasen involviert sind.

Dexpanthenol bei atopischer Dermatitis

Ein aktueller Review (https://doi.org/10.3390/jcm11143943) belegt: Topisch angewandtes Dexpanthenol wirkt bei leichter bis mittelschwerer atopischer Dermatitis effektiv und verträglich. Diese chronisch-entzündliche Hauterkrankung trifft alle Altersgruppen, vor allem Kinder, mit Juckreiz, Rötungen, Kratzwunden, Schmerzen und Schlaflosigkeit. Als stabile Form der Pantothensäure (Vitamin B5) stärkt es die Hautbarriere, regt Fibroblasten an, fördert Re-Epithelisierung, reduziert Feuchtigkeitsverlust und verbessert die Heilung von Läsionen. Die Basistherapie mit Emollientien wird bei Bedarf durch Steroide, Calcineurin-Hemmer oder Biologika ergänzt. Dexpanthenol steigert die Hydratation, dämpft Entzündungen, senkt Schubraten und verlängert steroidfreie Phasen – ideal in Salben, Cremes oder Emollientien.

3D-Hautmodell-Studie: Bepanthen® Sensiderm übertrifft Vergleichsprodukt

In einer aktuellen Untersuchung wurde an einem standardisierten 3D-Hautmodell durch Interleukin-31 (IL-31) eine Barriere-Schädigung simuliert, wie sie bei atopischer Dermatitis typisch ist. Das Modell wurde sechs Tage mit Bepanthen® Sensiderm Creme oder einem ceramid- und panthenolfreien Vergleichsprodukt behandelt. Histologische und immunfluoreszenzbasierte Analysen zeigten: Die Creme mit Panthenol und Ceramiden führte zu einer deutlich besseren Regeneration von Barrierestruktur und -funktion.

Klinische Relevanz: Von der Forschung zur Praxis

Die Ergebnisse unterstreichen die Wirksamkeit moderner Topika, die strukturelle Hautschäden beheben. Bepanthen® Sensiderm kombiniert die Barriere-stabilisierenden Eigenschaften von Ceramiden mit den proliferations- und antioxidativ wirkenden Effekten von Panthenol. Bei konsequenter Anwendung stabilisiert sich die Hautbarriere, SCORAD-Werte sinken und der Steroidverbrauch lässt nach.

Quellen:
  1. Huth S et al., Exp Dermatol 2018;27(9):1009-1014
  2. AWMF-Leitlinie zur Therapie der atopischen Dermatitis, Registernummer 013-027
  3. Wollenberg A et al., JEADV 2018;32:657-682
  4. Koppes SA et al., Acta Derm Verereol 2016 Nov 2;96(7):948-953
  5. Norjiri H et al., Archives Dermatol Res 2018;310:495-504
  6. Stettler H et al., Key Opinions in Medicine 2016; Volume 11 – Issue 7; http://www.keyopinions.info
  7. Stettler H et al., J Dermatol Treat 2017 Dec; 28(8):774-779
  8. Mollanazar N et al., Clinic Rev Allerg Immunol 2016;51:263-292
  9. Wiederholt T et al., Exp Dermatol 2009; 18(11)969-978
  10. Marquardt Y et al., Laser Surg Med 2015;47:257-265
  11. Springer Medizin: Bepanthen® Sensiderm stellt die Hautbarriere wieder her. 2020. https://www.springermedizin.de/bepanthen-sensiderm-stellt-die-hautbarriere-wieder-her/18227854 (abgerufen am 30.12.2025).
  12. Springer Medizin: Lipidlamellen in Bepanthen® Sensiderm sichtbar gemacht. 2020. https://www.springermedizin.de/lipidlamellen-in-bepanthen-sensiderm-sichtbar-gemacht/18227856 (abgerufen am 30.12.2025).
  13. Cho YS et al. J Clin Med 2022; 11, 3943. https://doi.org/10.3390/jcm11143943
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