Wenn die Haut durstig wird – Ursachen, Mechanismen und Wege aus der Trockenheit
Mehr als zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter trockener Haut – einer der häufigsten dermatologischen Herausforderungen überhaupt. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass diese Störung unabhängig von Alter oder Geschlecht auftreten kann. Betroffene berichten häufig von Spannungsgefühlen, rauer Oberfläche, Schuppung oder gar Rissen, die schmerzen oder nässen. Dabei lässt sich das Problem mit gezielter, medizinisch abgestimmter Hautpflege oft wirksam behandeln.
Die Haut als Schutzschild des Körpers
Unsere Haut ist das größte Organ des Menschen und übernimmt eine zentrale Schutzfunktion. Sie bildet eine natürliche Barriere gegen Schadstoffe, Keime und Umwelteinflüsse und reguliert gleichzeitig den Wasserhaushalt. Diese Balance entsteht durch einen sogenannten Hydrolipidfilm – eine feine Schicht aus Feuchtigkeit und Fetten. Er verhindert, dass Wasser zu schnell verdunstet, und schützt vor dem Eindringen schädlicher Substanzen.
Kommt es zu einer Störung in diesem Zusammenspiel, verliert die Haut vermehrt Feuchtigkeit. Produziert sie zu wenig Lipide, kann Wasser nicht mehr ausreichend gebunden werden. Die Folge: Die Oberfläche trocknet aus, spannt und reagiert empfindlich.
Innere Einflussfaktoren – wenn der Körper selbst zum Auslöser wird
Trockene Haut entsteht häufig in der obersten Hautschicht, der Epidermis. Wird ihre Barrierefunktion geschwächt, kann dies zahlreiche Gründe haben. Dermatologische Erkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis oder Rosazea zählen zu den typischen Auslösern. Auch systemische Erkrankungen, insbesondere Diabetes mellitus, fördern die Austrocknung der Haut.
Zudem verändern hormonelle Schwankungen – etwa in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren – die Hautstruktur. Im Laufe des Lebens nimmt außerdem die Aktivität von Schweiß- und Talgdrüsen ab. Sie bilden weniger Bestandteile des schützenden Hydrolipidfilms, was die Haut im Alter anfälliger für Trockenheit macht. Auch die psychische Verfassung spielt eine Rolle: Stress kann hormonelle Prozesse beeinflussen und dadurch ebenfalls zu trockener Haut beitragen.
Umwelt, Alltag und Gewohnheiten – äußere Ursachen trockener Haut
In vielen Fällen entsteht trockene Haut durch ein Zusammenspiel äußerer Faktoren. Besonders Umwelteinflüsse setzen der Haut zu: Kalte Winterluft, Wind und trockene Heizungsluft entziehen der Oberfläche Feuchtigkeit, während intensive Sonneneinstrahlung die Schutzbarriere schädigen kann.
Auch der Lebensstil hat entscheidenden Einfluss. Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und Schlafmangel beeinträchtigen die Regeneration der Hautzellen. Eine unausgewogene Ernährung oder mangelnde Flüssigkeitsaufnahme führen zusätzlich dazu, dass die Haut ihre Schutzstruktur nicht optimal aufrechterhalten kann. Sogar die tägliche Pflegeroutine spielt eine Rolle: Zu heißes Wasser, häufiges Waschen und aggressive Seifen mit hohem pH-Wert oder alkoholhaltige Reinigungsmittel lösen Lipide aus der Haut und schwächen ihren natürlichen Film.
Nicht zuletzt können auch Medikamente, darunter Diuretika oder Chemotherapeutika, eine trockene Haut als Nebenwirkung verursachen.
Symptome und Beschwerden – ein Leiden, das unter die Haut geht
Trockene Haut zeigt sich nicht nur ästhetisch. Sie fühlt sich rau an, juckt, spannt und kann brennen. Wenn Risse entstehen, sogenannte Rhagaden, kommt es häufig zu kleinen Blutungen oder nässenden Stellen. Diese Symptome haben oft erhebliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Betroffenen. Daher steht die Linderung der Beschwerden im Mittelpunkt jeder Behandlungsstrategie.
Regeneration durch gezielte Pflege – was die Haut wirklich braucht
Die richtige Pflege bildet den Schlüssel zur Behandlung und Prävention trockener Haut. Zunächst gilt: Schonende Reinigungsmittel mit hautneutralem pH-Wert sollten den natürlichen Schutzfilm respektieren, statt ihn anzugreifen. Danach braucht die Haut Feuchtigkeit und Lipide, um sich zu regenerieren und eine stabile Barriere aufzubauen.
Bewährte Inhaltsstoffe wie Dexpanthenol, Glycerin und Niacinamid versorgen die Haut mit Feuchtigkeit, fördern die Heilung und stärken die Schutzschicht. Ergänzend helfen hochwertige pflanzliche Lipide wie Sheabutter oder Arganöl, um den Feuchtigkeitsverlust auszugleichen.
Pflegeserien wie die Bepanthol® DERMA Hautpflegeserie erfüllen diese Anforderungen: Sie beruhigen gereizte, juckende Haut ab der ersten Anwendung und sorgen für langanhaltende Geschmeidigkeit. Dabei unterstützen sie die Haut nachweislich dabei, von innen nach außen wieder Schutzlipide zu bilden.
Fazit – trockene Haut ist behandelbar
Auch wenn trockene Haut viele Ursachen haben kann, bietet die moderne Hautpflege wirksame Möglichkeiten, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Eine konsequente, hautfreundliche Pflegeroutine, kombiniert mit ausgewogener Ernährung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und stressarmer Lebensführung, trägt entscheidend zur Linderung bei. Mit dem richtigen Verständnis ihrer Mechanismen lässt sich trockene Haut nicht nur behandeln, sondern auch langfristig vorbeugen.
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Quellen:
- Springer Medizin: Trockene Haut – Ursachen, Symptome und Behandlungsoptionen. 2025. https://www.springermedizin.de/springermedizin-de/differenzialdiagnose-und-therapie-von-hautinfektionen/50064050 (abgerufen am 12.12.2025).
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